Ein einmaliges Erlebnis: Samstag, 5. Juni 2010, Day of Song auf Schalke!

... soweit die Rheinische Post ... und nachstehend noch mal der Text:

Seit 2008 wissen wir: Wir werden beim Day of Song auf Schalke als Spielfeldchor mitmachen. Wir haben geprobt, und nun ist es tatsächlich so weit. Schon am Freitagnachmittag bei der Hauptprobe mit über 200 Spielfeldchören klappt alles wie am Schnürchen: Die gestaffelte Busanfahrt zur Veltins-Arena, Gang und Einweisung zur Zeltstadt mit Ver- und Entsorgung, gestaffelter Einzug in die Arena. „Innenraum, Block Ost" heißt es für uns rund 60 Sängerinnen und Sänger vom Madrigalchor Dinslaken. Schnell finden wir die markierten Plätze, sind in der riesigen Halle umgeben von mehr als zehntausend Sangesfreunden, und unter der Leitung von Steven Sloane, gelegentlich unterbrochen von Regisseur Jonathan Eaton, geht das Programm mit über zwanzig Punkten erstmals über die Bühne. Nur wenige Wiederholungen sind nötig, auch die WDR-Ansagerin übt noch etwas, und so ist der Durchlauf in den vorgesehen drei Stunden tatsächlich geschafft. Dann geht es zurück zu den Bussen und wieder nach Dinslaken. Und alle sind überzeugt: Das wird eine tolle Veranstaltung werden!

Am Samstag sind wir zum Singen deutlich länger auf den Beinen, nämlich buchstäblich von vor elf bis nach eins (am Sonntagmorgen)! Zunächst trifft sich der Madrigalchor im Burginnenhof und singt nach elf (mal wieder) einige Madrigale. Dann geht es singend zum Altmarkt, wo man sich trifft, um nach zwölf gemeinsam mit allen Revierstädten „Glück auf" zu singen. Daraus wird nichts: Dank Ausfall der WDR-Übertragung singt Dinslaken für sich, wie die anderen Städte auch. Nun kommt ab eins, was wir schon vom Freitag kennen: Busfahrt zur Veltins-Arena, Versorgungszelt, heute sogar mit warmem Mittagessen, Einzug in die Arena und ab 16 Uhr Generalprobe. Nun sind auch die Solisten dabei, das Programm läuft zügig durch und ist bald nach 18 Uhr wie vorgesehen beendet. Die Stimmung ist schon großartig. Jetzt fehlen nur noch die Zuschauer. Was wird dann erst hier los sein! Wir haben jetzt erst mal Pause bis nach 19 Uhr, erholen und verpflegen uns im Versorgungszelt. Da geht es hoch her (und heiss bei schönstem Sonnenwetter). Vielleicht tausend fröhliche Sängerinnen und Sänger laufen, reden, rufen und singen durcheinander, wenn sie nicht gerade essen und trinken. In den benachbarten Zelten wimmelt es genauso.

Dann wird es ernst. Bis 20 Uhr wieder Einzug in die Arena; das kennen wir schon, aber es ist doch ganz anders, denn die Ränge haben sich gefüllt bis auf wenige Lücken, und die wohl fünfzigtausend Zuschauer singen sich schon mal ein. Verblüffend ist, wie gut das bei den großen Entfernungen zusammen klingt. Die erste La-Ola-Welle rollt, und wir spüren: Das wird ein wunderbarer Abend. Jetzt müssen wir nur noch singen. Pünktlich um 20.30 Uhr kommt die Begrüßung durch Catherine Vogel vom WDR, und dann übernimmt Steven Sloane. Jetzt ist er in seinem Element. Und auch wir können richtig loslegen. Dann ziehen Beifallsstürme durch die Arena; das Programm nimmt seinen Lauf. Lautes wechselt sich ab mit Besinnlichem, Volkstümliches mit Klassischem. Den Kanon „Hejo, spann den Wagen an" schmettert die ganze Halle. Die Begeisterung trägt uns durch die zwei Stunden, und dann sind wir tatsächlich beim letzten Stück „Ein schöner Tag" angekommen. Schade, aber das kennen wir ja: Irgendwann ist auch das schönste Konzert zu Ende, dieses gegen 23 Uhr. Jetzt müssen wir nur noch nach Hause. Wie fast sechzigtausend andere auch. Der Bus war bald gefunden, aber dann... Jedenfalls waren wir vom Madrigalchor dann am Sonntagmorgen gegen eins wieder zu Hause mit dem Gefühl: Das war ein wunderbares Erlebnis.


... ein Link zur offiziellen Internet Seite der Projektreihe !SING der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

[aber Zitat: "Die Seite wird nicht mehr aktualisiert sondern repräsentiert den Ist-Zustand nach Ablauf des Kulturhauptstadtjahres 2010"]